Dienstag, 25 September 2018

Postkarten

Hier ein Überblick von Postkarten

 

Strassenbahnhof

Bahnhof der Dampfbahn vor der katholischen Kirche (um 1916).

Zwischen 1891 und 1928 verkehrte auf der noch eingleisigen Strecke zwischen Mannheim – Seckenheim – Neckarhausen – Edingen – Heidelberg eine Dampfbahn. 1927/28 erfolgte die Elektrifizierung der OEG mit doppelter Schienenführung. Das abgebildete Gebäude ist nicht mehr vorhanden.

Der Bahnhof wurde im Zuge von Umbauten 500 m Richtung Heidelberg verlegt und ist heute als OEG-Bahnhof ein Tarifpunkt im Verkehrsverbund Rhein Neckar. Der neu gebaute OEG-Bahnhof wird heute als Vereinsheim des Deutschen Roten Kreuzes genutzt. Die zusätzliche Haltestelle "Seckenheim Rathaus" wurde 100 m Richtung Mannheim eingerichtet.

 


 

Hauptstrasse

Kolorierte Postkarte aus dem Jahr 1917.

Blick auf die Seckenheimer Hauptstraße mit Erlöserkirche, Rathaus und Kriegerdenkmal. Die Gemeinde ließ das Denkmal 1900 errichten und erinnerte an den deutsch-französischen Krieg 1870-1871. 1942 wurde das bronzene Denkmal für weitere Kriegszwecke eingeschmolzen.

Das dritte Haus auf der linken Seite ist die ehemalige Zehntscheuer, die 1955 dem Bau der Volksbank weichen musste.

Nach mehrfachen Umbauten hat sich das Gesicht des Rathausplatzes etwas gewandelt. Heute finden wir vor dem Rathaus eine Haltestelle der Straßenbahn. Die zentrale Bedeutung des Platzes ist geblieben und fungiert heute als Verkehrsdrehscheibe für den Nahverkehr in Seckenheim.

 


 

Zaehringer Strasse

Zähringer Straße (zwischen 1900 und 1930 Hildastraße) an der Kreuzung zur Kloppenheimer Straße mit Blick auf das Schulgebäude im Hintergrund. 

Namensgeberin war die badische Großherzogin Hilda.

Ursprünglich teilte sich die Zähringerstraße in vier Abschnitte auf. Der im Foto gezeigte Abschnitt war die ab 1860 so genannte 'Ackergasse', der Abschnitt ab der heutigen Freiburgerstraße hieß 'Große Bendersgasse' und führt zum 'Alten Mannheimer Weg'.

Die Zähringerstraße war die älteste Ost-West Verbindung am Ort und diente als Durchgangsstraße. Die Hauptstraße endete bis ins 18. Jahrhundert bei der katholischen Kirche und wurde erst mit dem Bau der Chausse von Mannheim nach Heidelberg (1750-1760) Durchfahrstraße.

 


 

Seckenheim

Die Postkarte datiert nach 1911, dem Bau des Seckenheimer Wasserturms.

Der Wasserturm wurde ab 1909 von der Gemeinde Seckenheim erbaut, enthielt einen Wassertank mit 350 Kubikmeter und wurde von einem Pumpwerk versorgt, das heute noch an an der Autobahnbrücke Richtung Hochstätt liegt. 1956 machte eine Ringleitung der Mannheimer Wasserwerke den Wasserturm für die Versorgung des Mannheimer Stadtteils überflüssig.
Seit 2012 beherrbergt er das erste Aufzugsmuseum Europas. Besitzer und Betreiber ist die Firma Lochbühler.

Das Postamt (links) wurde als "Kaiserliche Post" gebaut und 1919 in der Kloppenheimerstrasse 6 eröffnet. Zuvor befand sich eine Posthilfstelle der Reichspost in der Freiburgerstrasse 1, die aktuelle DHL-Poststelle ist in der Hauptstrasse angesiedelt.

Das Eckhaus (rechts) an der heutigen Zähringer/Kloppenheimer Strasse zeigt die ursprüngliche Gaststätte "Zum Schwanen". Hier hatte die freiwillige Feuerwehr ihr erstes Stammlokal. Die Gaststätte bestand bis 1922. Die Gemeinde erwarb das Gebäude und richtete Sozialwohnung ein.

 


 

Hauptstrasse

Blick auf die "Planken“ vom Dachreiter des Rathauses,  Februar 1926. 

Die Pflastersteine für die noch ungepflasterte Hauptstraße sind bereits unter den Baumreihen zu sehen.

Die "Planken" bilden seit der Dorfgründung das Zentrum von Seckenheim. Es handelte sich ursprünglich um einen verlandeten, ehemaligen Neckarm, der als Versammlungsplatz (die "Grube") genutzt wurde. Die spätere Namensgebung erfolgte um 1805.

 


 

31 Freiburgerstr

Blick vom Wasserturm auf die Freiburger Straße (damals Luisenstraße), links im Hintergrund ist das Schulgebäude zu erkennen, 1925

Die badische Großherzogin Luise war Namenspatin der Luisenstraße. Wie fast alle Seckenheimer Straßennamen wurden bei der Eingemeindung 1930 zur Namensgebung badische Städte herangezogen. Der Bildausschnitt zeigt den in der Kurpfälzer Zeit als 'Fossgasse' benannten Straßenabschnitt.

 


 

34 Neckarfaehre

Neckarfähre, 1926

Zwischen Ilvesheim und Seckenheim konnte vor dem Bau der Neckarbrücke nur mit der Fähre von einem Ufer zum anderen übergesetzt werden. Der Fährmann war aus Ilvesheim und wohnte dort in einem Haus direkt am Neckar. 1926 erfogte der Zugang zur Fähre in Seckenheim an der "Schließe", das ist der Durchgang am Ende der jetzigen Kehler Straße. Den vom Ufer ansteigenden Weg - der Lauer - sieht man in der Bildmitte. Die Fähre liegt etwa 60 m flußab vom ursprünglichen Übergang.

Die Verlegung erfolgte wegen des Baus der Neckarbrücke, der 1927 abgeschlossen wurde. Die historische Zufahrt erfolgte ursprünglich über die "Schachtel", an deren Stelle heute die Brückenauffahrt liegt. Der Fährbetrieb wurde am 1.7.1930 endgültig eingestellt.

 


Alle Fotos stammen aus dem Fundus des Heimatmuseums Seckenheim ,  das uns diese Bilder dankenswerterweise zur Verfügung stellt.

 

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