Dienstag, 22 August 2017

Seckenheimschule

Die Tafel Seckenheimschule als .pdf Datei

 

Die Seckenheimschule

ist bis heute Stammschule für den Mannheimer Vorort. Die von der selbständigen Gemeinde in eigener Regie erbaute Schule ist Nachfolgerin der ursprünglichen konfessionellen Dorfschulen. Sie steht im Kontext der "Bildungsoffensive" des Wilhelminischen Kaiserreichs. Die badischen Schulen sind die ältesten Simultan-schulen in Deutschland und im Schulgesetz von 1876 wird ausdrücklich verfügt: "der Unterricht in der Volksschule wird sämtlichen schulpflichtigen Kindern gemeinschaftlich erteilt, mit Ausnahme des Religionsunterrichts."  1904-1906 erbaut die Gemeinde die dreistöckige Friedrichschule mit 12 Klassen-zimmern. Architekt ist der Seckenheimer Frey.  Bauherr und Bürgermeister Volz betont, dass das Schulhaus  "...den Mittelschulen Mannheims in der inneren Einrichtung nicht nachsteht."  Die Einweihungsfeier 1906 begleitet ein großes Volksfest auf den Seckenheimer Planken. Die Honoratioren speisen im Badischen Hof. Als jugendliche Tugenden gelten: Lernbegier, Ruhe, Aufmerksamkeit, Fleiß, Gehorsam, Eintracht, Wahrheit,  Frömmigkeit. Ab 1919 sind  die Schulgesetze der neuen Republik gültig. 1924 wird das Mädchenturnen eingeführt. 1933 gelten andere pädagogische Maßstäbe und Tugenden. Baden-Württemberg führt schließlich 1966 den gemeinsamen Unterricht von Mädchen und Jungen ein. Die Seckenheimschule hebt den für die Geschlechter getrennten Zugang zum Schulgebäude auf. Die Knaben mussten bis dahin das rechte und die Mädchen das linke Hauptportal benutzen.

 

 Pressebericht und Photos zur Enthüllung der Tafel ...


 

Zur Vertiefung und weiteren Beschäftigung mit der Thematik verweisen wir auf:

- Schulwesen eines kurpfälzischen Dorfes

- Bildungsoffensive im Zeitalter der Industrialisierung

- Konfessionsschulen und ihr Lehrkörper

- Webseite von Wikipedia zum Badischen Kulturkampf externer Link

- Zur Webseite der Seckenheimschule externer Link

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