Dienstag, 26 September 2017

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Seckenheim: Historischer Verein enthüllt erste Tafel an Seckenheimschule
Geschichtliche Infos auf Plexiglas gebannt

An der Schule von 1904 ist die erste Infotafel feierlich enthüllt worden. (v.l.) Ralph Waibel, Michaela Schott, Achim Jauernig, Marianne Seitz, Ralf Busch.
© sane

Mit einer Feier ist jetzt die erste von mehreren geplanten Infotafeln in Seckenheim eingeweiht worden. Sie sollen auf historische Stätten und gebäude hinweisen. Ihre Gestaltung orientiert sich an den Glastafeln "Stadtpunkte" in Mannheim.

Der Verein Historisches Seckenheim hat sich die Förderung der Bildung hinsichtlich des historischen Seckenheim zur Aufgabe gemacht, insbesondere durch die Entwicklung und Anbringung von Informationstafeln. Vor rund zwei Jahren hatte er seine Arbeit aufgenommen, seither Ideen entwickelt, recherchiert, Texte entworfen und Sponsoren gesucht. Der Vorsitzende des Historienvereins, Ralf Busch, erläuterte vor dem Grundstein der Schule von 1904 in der Zähringer Straße die Entstehung der Plexiglastafel zur "Seckenheimschule", die sich an die Glastafeln "Stadtpunkte" des Stadtarchivs Mannheim anlehnt und in Seckenheim ergänzend an weitere bedeutende Ereignisse und Persönlichkeiten erinnern soll.

Mit einem Informationstext, abgestimmt mit Dr. Heidrun Pimpl vom Stadtarchiv, und historischen Ansichten wird mit der ersten Tafel die Entwicklung des Schulwesens in Seckenheim und des hier erbauten Schulhauses aufgezeigt. Busch dankte allen Mitwirkenden aus dem historischen Verein, beiden Schulen und unterstützenden Behörden sowie den Sponsoren, hier besonders dem Bezirksbeirat.
"Auszeichnung für die Schule"

Achim Jauernig, Rektor der Werkreal- und Realschule Seckenheim, erinnerte an die Entstehung des repräsentativen Schulhauses, das 1906 eingeweiht wurde. Er zeigte die Baugeschichte im Laufe der Jahrzehnte sowie die Nutzung auf, erinnerte an Volksbad oder US-Besetzung nach dem Krieg und blickte auf die umfänglichen Sanierungsmaßnahmen der letzten Jahre zurück.Michaela Schott, Rektorin der Grundschule, erklärte den steigenden Raumbedarf und machte auf die Erweiterungsgebäude sowie die Außenstelle am Inneren Heckweg aufmerksam. Beide Schulleiter bedankten sich für die Infotafel, die eine Auszeichnung für die Schule und eine Wertschätzung für die Schüler darstelle, schließlich sei Schule und Gesellschaft in Seckenheim wohltuend stark verzahnt.

Stadträtin Marianne Seitz gratulierte dem historischen Verein und stellte die Tafelenthüllung in einen größeren Zusammenhang. Seckenheim, wahrscheinlich älter als die Innenstadt Mannheims, dürfe ein eigenes Geschichtsbewusstsein haben. Die Freunde des historischen Vereins sorgten dafür, dass Bürgern und besonders Neubürgern der Wert der hiesigen Gemeinschaft vermittelt werde: "Wir wollen, dass alle Bürger Seckenheims spüren, dass wir verstanden haben, aus unserer Vergangenheit auch unsere Zukunft entwickeln zu müssen." Für den Bezirksbeirat Seckenheim sagte Ralph Waibel, dieser habe das Vorhaben gerne finanziell unterstützt.

Nach dieser Premiere sind bereits weitere Tafeln in Arbeit. So soll am Badischen Hof an die Brauerei Pfisterer erinnert werden, an der Waaghalle im Hunsrück geht es um die Geschichte des Tabaks in der Landwirtschaft. Am Gasthaus Goldener Engel soll "Seckenheim und die Badische Revolution" thematisiert werden. Wer sich beim gemeinnützigen Verein Historisches Seckenheim engagieren oder die Arbeit unterstützen möchte, kann sich an den Vorsitzenden Ralf Busch unter Telefon 0172/6304473 wenden.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 16.10.2015 Sabine Schneider


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„Historisch und gesellschaftspolitisch interessant“
„Historisches Seckenheim e. V.“ enthüllte Infotafel an der Schule
SECKENHEIM . Der vor zwei Jahren gegründete Förderverein Historisches Seckenheim hat die erste der von ihm initiierten Ortstafeln am Schulgebäude in der Zähringer Straße enthüllt. „Weitere Tafeln werden folgen“, kündigte Vereinsvorsitzender Ralf Busch zudem künftige Aktivitäten wie Ortsrundgänge an. Für den Standort Schule habe man sich deshalb entschieden, weil es sich um ein sowohl ortshistorisch wie auch gesellschaftspolitisch interessantes Gebäude handle, erklärte Busch und freute sich, dass die Einweihung der ersten Ortstafel auf großes Interesse bei der Bevölkerung stieß. Als Vertreter des Bezirksbeirates waren Hermann Krauß, Sabine Stanke, Ralph Waibel und Edith Wellmann-Hufnagel gekommen. „Es war für uns keine Frage, dieses Projekt aus dem Stadtbezirksbudget zu unterstützen“, warb Waibel bei den anwesenden Stadträten Dr. Birgit Reinemund, Marianne Seitz, Carsten Südmersen und Dr. Boris Weirauch mit Blick aufs 1250-jährige Ortsjubiläum dafür, „die geschichtliche Bedeutung Seckenheims auch in den Haushaltsberatungen zu berücksichtigen“.
Die Geschichte des Schulhauses, das 1906 als „Friedrichsschule“ eingeweiht wurde haben Winfried Blank, Gerhard Hund, Evi Korta-Petry, Dr. Heidrun Pimpl, Wilhelm Stamm und Hartwig Trinkaus für die Infotafel kompakt in Wort und Bild zusammengefasst. Keine leichte Aufgabe, denn seither hat es viele Entwicklungen gegeben, wie aus den Ausführungen der Schulleiter Achim Jauernig (Werkrealund Realschule) und M ichaela Schott (Grundschule) deutlich wurde. Wie ein roter Faden zog sich dabei das Thema „Raumnot“ durch die Schulgeschichte. Bereits 1908 war sie zu klein, so dass das Dach aus und ein Seitenflügel angebaut wurde. Ein zweiter Seitenflügel mit acht weiteren Klassenzimmern für die Volksschule wurde 1937/1938 eingeweiht. Von 1962 bis 1964 wurde im ehemaligen Schulgarten ein Neubau mit Turnhalle errichtet, in dem sich heute die Grundschule befindet. Diese hatte 1996 mit der Südschule eine Außenstelle bekommen. Aus der Hauptschule wurde 2010 die Werkrealschule. „Die Werkreal und Realschule besuchen aktuell 1.053 Schüler“, so Achim Jauernig. In der Grundschule werden laut Michaela Schott 411 Kinder, davon 160 in der Außenstelle Südschule, unterrichtet. Beide verstehen die neu angebrachte Tafel als Wertschätzung für die Arbeit, die in der Schule geleistet wurde und wird. „Sie drückt zugleich die enge Verzahnung von Schule und Gesellschaft aus“, meinte Schott.
Als Vertreterin der Stadt freute sich Marianne Seitz darüber, dass die drei bislang vom Stadtarchiv aufgestellten „Stadtpunkte-Tafeln“ nun durch diejenigen des Fördervereins „Historisches Seckenheim“ ergänzt werden. „Gerade auch für Neubürger sehr interessant“, erinnerte Seitz daran, dass die Schule den Seckenheimern immer schon am Herzen gelegen, es dort schon früh einen Förderverein gegeben habe und man in der Vergangenheit beispielsweise öffentlichkeitswirksam für neue Toiletten eingetreten war. Die vom „Historischen Seckenheim“ initiierten Tafeln sind ebenfalls in Absprache mit dem Stadtarchiv entstanden, wofür Ralf Busch sich stellvertretend bei Dr. Heidrun Pimpl bedankte. „Insgesamt mussten der Anbringung mehr als eine Handvoll Ämter zustimmen“, doch will der Verein trotz bürokratischer Hürden als Nächstes ein Schild am Badischen Hof (Brauerei Pfisterer) anbringen. pbw

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Ralph Waibel, Michaela Schott, Achim Jauernig, Ralf Busch und Marianne Seitz (von links) freuen sich, dass schon bald weitere historische Ortstafeln folgen sollen. Foto: Warlich-Zink

© Seckenheim-Rheinau-Nachrichten, Heft 11_15

Weitere Fotos zur Enthüllung bei den Seckenheim-Rheinau-Nachrichten externer Link

 


Impressionen von der Enthüllung: Bilder Föderverein historisches Seckenheim e.V.

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