Sonntag, 23 Juli 2017

Schlacht bei Seckenheim

Bedeutende Schlacht 1462

Aus dem Dunkel des Mittelalters tritt Seckenheim, damals ein wohlhabendes Bauerndorf mit etwa 500 Einwohnern, Mitte des 15. Jahrhunderts mit dem Badisch-Pfälzischen Krieg. Friedrich von der Pfalz externer Link, zu der die Gemeinde gehört, macht sich damals gegen den Willen Kaiser Friedrichs III. zum Kurfürsten. Dieser setzt gegen ihn eine Strafexpedition in Gang. Am Mittag des 30. Juni 1462 kommt es südlich von Seckenheim zu jener Schlacht, die unter dem Namen des Ortes in die Geschichtsbücher eingeht.

Die kaiserlichen Truppen verfügen über gepanzerte Reiter, die Pfälzer über Fußtruppen von Bürgern aus Heidelberg und Umgebung. Diese schlagen mit "Morgensternen" auf die Pferde ein, reißen ihnen mit Spießen Kehlen und Bäuche auf und holen mit Haken die gepanzerten Reiter herunter, die in ihren Rüstungen hilflos am Boden zappeln; in seiner Ballade "Mahl zu Heidelbergexterner Link, verewigt Gustav Schwab (1792-1850) das grausige Geschehen. Der siegreiche Kurfürst lässt am Ort des Geschehens ein mächtiges Kruzifix aus rotem Sandstein aufstellen, das drei Jahrhunderte überdauert; 1892 errichtet der Mannheimer Altertumsverein an dieser Stelle einen überdimensionalen Gedenkstein, der noch heute zu besichtigen ist.

 

Nächste Veranstaltungen: