Dienstag, 17 Oktober 2017

Stolperstein - Ludwig Ruf

Das Gewissen entscheidet. Bereiche des deutschen Widerstandes von 1933-1945 in Lebensbildern. Herausgegeben von Annedore Leber in Zusammenarbeit mit Willy Brandt und Karl Dietrich Bracher
Frankfurt a. M./Wien/Zürich 1963, Büchergilde Gutenberg

"... konnte ich erfahren, daß am Abend vorher ein ‚Politischer' von der oberen Galerie herabgestürzt sei. Dies aber geschah zu einer Zeit, wo sonst Friedhofsruhe im Bau herrschte und die Gefängnisbeamten höchstens die Zellentüren öffneten, wenn der Gefangene selbst die Notklingel in Anspruch nahm. Nur auf Gestapobeamte, die zu jeder beliebigen Zeit zu den Gefangenen in die Zellen gehen konnten, hatten die Gefängnisaufseher keinen Einfluß.
Als Todesursache wurde dann aber bei Ruf offiziell "Selbstmord durch Erhängen" angegeben.
Frau Ruf hatte bei ihrem Mann, den sie auf ihr Verlangen selbst bestatten durfte, keine Strangulierungsmerkmale gesehen, dagegen eine schwere Verletzung am Kopf."

Stolperstein Ludwig Ruf

 

Der Stolperstein liegt am Wohnort von Ludwig Ruf, Bühler Straße 7. Ruf erblickt am 12.02.1889 in Seckenheim das Licht der Welt.

Als Sozialdemokrat und Sekretär der Gewerkschaft der Eisenbahner ist Ruf aktiver Gegner des nationalsozialistischen Regimes. Er wird im März 1936 verhaftet, ins Landesgefängnis Mannheim gebracht und stirbt dort am 30. Mai 1936 unter nie vollständig geklärten Umständen.

Quelle : Stadtarchiv Mannheim

 

 

 Die Intension und Hintergründe zur bundesweiten Künstleraktion der Stolpersteine wird bei Wikipedia beschrieben externer Link

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