Dienstag, 26 September 2017

Enthüllung Tafel Goldenen Engel

 


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Seckenheim: Förderverein erntet mit zwei weiteren Tafeln Anerkennung und Zustimmung
Historischer Rundweg nimmt mehr und mehr Fahrt auf


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Heidrun Pimpl und Hans-Joachim Hirsch vom Stadtarchiv, Ralf Busch und Gastwirt und Förderer Jakob Kloos (v.l.) enthüllen die Tafel am "Engel".
© HAT

Rund zwei Dutzend Standorte für historische Informationstafeln hat der Förderverein "Historisches Seckenheim" ausgeguckt, die nach und nach angegangen werden. Nach den drei "Stadtpunkte-Tafeln", die das Stadtarchiv in Seckenheim am Rathaus, am Schloss und beim Heimatmuseum aufgehängt hat, hat der Historische Verein jetzt "gleichgezogen".

Nach der "Volksschule" erhielt zunächst der "Badische Hof" (wir berichteten kurz) und dann der "Goldene Engel" je eine weitere Tafel, letztere ermöglicht von Familie Kloos. Hier geht es um die Beteiligung Seckenheims an der Badischen Revolution, während das von Familie Hänssler geförderte Schild am "Badischen" an die Traditionsbrauerei "Pfisterer" erinnert.

Andreas Hänssler, der ein mittelständisches Unternehmen führt, lebt mit seiner Familie seit 1979 in Seckenheim. Schon bei der Sanierung des TV 98 und der Fusion zur TSG war er hochengagiert. Die in die Jahre gekommenen Restgebäude der einstigen Brauerei hat er mit viel Aufwand saniert, nicht zuletzt deshalb, weil sein Onkel Anfang der 1960er Jahre hier gearbeitet hatte und sich die Pächterfamilie im Stammbaum der Familie Pfisterer findet.

Der "Ur-Seggema" Erich Karl steuerte als Zeitzeuge einige köstliche Anekdoten zum "Badischen" bei. Dies hatte zur Folge, dass Andreas Hänssler zu einer Gesprächsrunde in den Saal einladen will, die in Seckenheims Jubiläumsjahr Erinnerungen älterer Seckenheimer zum Inhalt haben soll. Dass es da viel zu besprechen gibt, lässt die kurze, aber treffende Tafel erkennen.

Lokal an den Planken

Wie schon die Open-Air-Aufführungen 1999 in Erinnerung riefen, war Seckenheim bei der Badischen Revolution 1848/49 engagiert, mittendrin ein Lokal an den Planken, das seit 1762 die Schildgerechtigkeit hatte, der "Güldene Engel". Damit befasst sich die weitere Tafel.

Noch bis 1920 wird das Gasthaus durch die Familie Eder betrieben. Seit drei Generationen führen die Familien Kloos das Traditionslokal. Deshalb hatten sich auch Elisabeth und Jakob Kloos entschlossen, diese Geschichte mit der insgesamt sechsten historischen Tafel für die Öffentlichkeit festzuhalten. Der von Wilhelm Stamm entwickelte Text war von Heidrun Pimpl und Hans-Joachim Hirsch vom Mannheimer Stadtarchiv begleitet worden, ergänzt um Bildmaterial des rem-Museums, das durch Dr. Wirth der Enthüllung der Tafel bewohnte.

Damit kann der interessierte Bürger sowie Besucher sich schon an sechs Stellen über lokale Geschichte informieren. Weitere Tafeln sind im Jubiläumsjahr "1250 Jahre Seckenheim" schon in der Pipeline.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 23.01.2016 Hartwig Trinkaus

 


Impressionen  zur Enthüllung: Bilder Förderverein historisches Seckenheim e,V.

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